Tauchmedizin

Tauchmedizin

Sporttauchen erfreut sich in den letzten Jahren einer zunehmenden Beliebtheit. Die Faszination der Unterwasserwelt gepaart mit dem sportlichen Effekt des Tauchens und der häufig dazu gehörenden Entspannung an mehr oder weniger exotischen Orten führt zu einer steigenden Zahl von Tauchanfängern und Fortgeschrittenen.

Die Gefahren unter Wasser mit seinen eigenen physikalischen Gesetzen und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper sind dabei nicht zu unterschätzen.  Um Tauchunfälle  vorzubeugen werden  regelmäßige tauchärztliche Untersuchungen empfohlen und sind teilweise sogar vorgeschrieben. Nach den Kriterien der GTÜM (Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V.) wird eine medizinische Untersuchung bei unter 40jährigen alle drei Jahre empfohlen, bei 40jährigen oder älter jährlich.

Die Tauchtauglichkeit sollte insbesondere bei Patienten mit Asthma Anamnese (Gefahr der Lungeüberdehnung), Diabetes mellitus (Gefahr der Hypoglykämie), Zustand nach Pneumothorax (Gefahr des erneuten Auftretens unter Wasser),  Epilepsie (Anfallsrisiko unter Wasser), höherem Lebensalter (Gefahr der verminderten Leistungsfähigkeit und erhöhtes Unfallrisiko),  Medikamentenanamnese ( Gefahr der Nebenwirkungen) und Kindern (Gefahr der mentalen und körperlichen Unreife. Bis zum vollendeten 8. Lebensjahr ist von einer nicht abgeschlossenen Lungenreifung auszugehen. Die körperliche Entwicklung der Jugendlichen verläuft interindividuell variabel. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr ist im allgemeinen von einer uneingeschränkten Tauglichkeit auszugehen.) kritisch und kompetent überprüft werden.

Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung beinhaltet die Erhebung der tauchspezifischen Anamnese, die körperliche Untersuchung inklusive Otoskopie, apparative Lungenfunktionsprüfung, Ruhe EKG und gegebenenfalls Belastungs-EKG.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM e.V.) 

http://www.gtuem.org