Stoßwellenbehandlung

Stoßwellenbehandlung

Bei der Stoßwellenbehandlung werden hochenergetische Ultraschallwellen auf das erkrankte Gewebe fokussiert. Seit vielen Jahren werden Stoßwellen mit Erfolg bei folgenden Krankheitsbildern angewendet: Kalkschulter, Tennis- und Golferellenbogen, Fersensporn, Patellaspitzen-Syndrom, Achillodynie.

Die Behandlung ist risikoarm und in der Regel gut verträglich. Sie vermeidet häufig Operationen bei den Krankheitsbildern.

Die Möglichkeit der Stoßwellenbehandlung in der Orthopädie oder Unfallchirurgie hat sich aus der Methode der Urologie entwickelt, Nierensteine ohne Operation durch alleinige Anwendung von Stoßwellen aus dem Körper zu entfernen.

Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt (fokussiert) werden. Diese Verdichtung der Stoßwellen kann dann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers, beispielsweise einer Verkalkung führen. Durch die Stosswelle wird das Gewebe angeregt Kalkherde aufzulösen und den Kalk abzutransportieren

Heute unterscheidet man zwei Formen der Stosswellentherapie, die spezifisch auf die einzelnen Erkrankungen angewendet werden.

  1. Fokussierte Stosswelle
  2. Radiale Stosswelle

Anwendung der fokussierten ESWT

  • Fersensporn
  • Verkalkung der Schulter (Tendinosis calcarea)
  • Tennisellenbogen
  • Achillessehnenreizung
  • Golferellenbogen
  • Trochanterschmerz der Hüfte
  • Pseudarthrose
  • Patellasehnenreizung

Anwendung der radialen ESWT

  • Triggerpunktbehandlung
  • Chronische Muskelverspannungen
  • Spastische Muskeltonuserhöhung

Eine Behandlung dauert in der Regel 20-30 Minuten pro Sitzung im Abstand von 1-3 Wochen.
Die Kosten werden in der Regel ganz oder großteils von den privaten Krankenkassen übernommen. Seit 4/1998 erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten nicht mehr.

Weitere Informationen bieten die Leitlinien der Deutschsprachigen Internationale Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie (DIGEST)

» www.digest-ev.de
» DIGEST Leitlinien