Orthopädie des Schultergelenkes

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Sein Aufbau als Kugelgelenk ermöglicht eine weitestgehend freie Bewegung in allen drei Ebenen des Raumes. Der kugelförmige Kopf des Oberarmknochens (Humerus) artikuliert dabei mit der ovalen Gelenkfläche des Schulterblattes (Scapula). Da die Gelenkpfanne relativ klein zum Oberarmkopf ist wird sie von einer breiten Glenklippe (Labrum glenoidale) umgeben, um die Kontaktfläche zu vergrößern. Die Gelenkkapsel ist relativ weit, damit ein möglichst großes Bewegungsausmaß erreicht werden kann. Der Bandapparat des Schultergelenkes ist relativ schwach ausgebildet, so dass die Führung und Stabilität zusätzlich durch die umgebende Muskulatur (Rotatorenmanschette) gesichert wird. Zahlreiche Schleimbeutel (Bursae) spielen eine weitere wichtige Rolle für den  Bewegungsablauf des Schultergelenkes. Insbesondere dem subakromialen Raum unter dem knöchernen Schulterdach (Acromion) kommt eine besondere Bedeutung beim seitlichen Anheben des Armes zu. Die hier gelegenen Schleimbeutel sorgen für ein reibungsloses Gleiten der Sehnen und des lateralen Oberarmkopfes unter dem Acromion.

  Das Behandlungsspektrum umfasst konservative Maßnahmen der Physiotherapie, die Injektionstherapie mit speziellen Kortikoiden, Hyaluronsäure und naturheilkundlichen Präparaten sowie arthroskopische und offene operative Eingriffe oder endoprothetischer Gelenkersatz.