Osteologie/Knochendichtemessung

Knochendichtemessung / Osteologie

Die Orthopäden der Gemeinschaftspraxis haben einen besonderen Schwerpunkt in der Osteoporose und der Osteologie. Sie haben dazu zusätzlich zu ihrer Facharztausbildung eine mehrjährige Fortbildung zur Osteologie mit Schwerpunkt Osteoporose absolviert und sind dafür vom Dachverband Osteologie (DVO) zertifiziert worden.

Osteoporose wird als eine Krankheit gesehen, bei der es durch eine verminderte Knochenfestigkeit zu vermehrten Frakturen von Wirbelsäule, Rippen und Gliedmaßenknochen kommt. Neben der Architektur des Knochens, der Verknüpfung der Knochenbälkchen und der Stabilität der Knochengewebefasern ist die Knochendichte von zentraler Bedeutung für die Beurteilung der Osteoporose.

Die Knochendichte wird in der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis mit dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen DEXA-Verfahren als einer speziellen Röntgentechnik durchgeführt. Die Strahlenbelastung dieser Untersuchung entspricht ungefähr der eines Transatlantikfluges. Das Messergebnis der DEXA-Untersuchung dient der Einteilung des Osteoporoserisikos und hilft entscheidend bei der Festlegung der medikamentösen Therapie.

Insgesamt 6-8 Mio. Männer und Frauen leiden in Deutschland an Osteoporose. Mehr als 300.000 Frakturen werden pro Jahr der Osteoporose als wesentliche Teilursache zugeschrieben. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit der Osteoporose mit dem Alter und beträgt bei 55-jährigen Frauen 7% und bei 80-jährigen Frauen 19%.

Für die Behandlung der Osteoporose ist es wesentlich, dass es „die“ Osteoporose nicht gibt. Osteoporose hat viele Ursachen. Daher ist es wesentliche Aufgabe osteologisch tätiger Fachärzte, die behandelbaren Ursachen der Osteoporose abzuklären. Neben der relativ häufig anlagebedingten Osteoporose gibt es zahlreiche Risikofaktoren für die Entstehung einer Osteoporose als Folge einer Grunderkrankung. Neben einer detaillierten risikobezogenen Erhebung der Familienvorgeschichte, der eigenen Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung sind daher Laboruntersuchungen notwendig. Neben dem Basislabor müssen ggf. bei einzelnen Patienten weitergehende spezielle Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

Während die Frakturen der Wirbelsäule häufig ohne äußeres Ereignis spontan als Materialermüdung auftreten, entstehen Brüche der Gliedmaßen häufig bei einfachen Stürzen ohne größere Krafteinwirkung. Die Abklärung der Sturzgefährdung gehört daher mit zur Beurteilung des Osteoporoserisikos. Sturzrisikofaktoren sind neben einer Verminderung der Muskelmasse Sehbehinderungen, neurologische Erkrankungen, bestimmte Medikamente, Nierenfunktionsstörungen und psychische Leistungsminderungen.

Ein beeinflussbarer Risikofaktor für eine Osteoporose ist die Muskelkraft. Während Ausdauersportarten (Joggen, Walken) gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen, benötigt der Knochen für seine Stabilität ein Maximalkrafttraining. Als Nebenprodukt der Weltraumforschung wird daher in der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis ein sowohl die Muskelkraft als auch die Koordinationsfähigkeit maximierendes Trainingsgerät (Galileo 900) vorgehalten. Durch Ganzkörpervibrationsschwingungen mit hoher Wechselzahl/Frequenz wird innerhalb weniger Minuten einerseits die Muskelkraft gesteigert und andererseits die Muskelkoordination durch einen speziellen Reflex verbessert.

Die Ärzte der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis sind im Kompetenznetz Osteoporose (KNO) mit anderen osteologisch tätigen Fachärzten interdisziplinär organisiert und zudem Mitglieder eines von der Kassenärztlichen Vereinigung zertifizierten Qualitätszirkels Osteoporose.

Weitere Informationen unter www.dv-osteologie.org